11 Comillas 🇪🇸 - Urrugne 🇫🇷 - Between Nature and Towns 07.05.25 - 17.05.2025 ➽➽➽ und dann nach Hause 🇦🇹
Antonio Gaudí (1852 - 1926)
Gerlindes Idee in Comillas eines der Frühwerke von Gaudi zu besuchen, hat "danach" auch Martin begeistert 😅!
Antoni Gaudí´s Vater war Kupferschmied und brachte ihm das Handwerk schon früh bei. Mit 16 Jahren verließ Gaudí allerdings sein Elternhaus und zog nach Barcelona. Hier bereitete er sich auf das Studium der Architektur vor.
- Genie oder Wahnsinn?
Schon während seines Studiums wurde deutlich, dass Gaudí ein außergewöhnlicher Student war. Er bekam die Chance, mit mehreren seiner Professoren zusammenzuarbeiten. Zum Abschluss seines Studiums überreichte ihm der Direktor das Diplom mit den Worten: „Ich weiß nicht, ob wir dieses Diplom einem Wahnsinnigen oder einem Genie überreichen, die Zeit wird es zeigen.“
Gaudi war ein ausgesprochener Naturliebhaber. "Alles steht geschrieben im grossen Buch der Natur" war einer seiner Lieblingssätze.
Am Haus, dass er für Máximo Díaz de Quijano gebaut hat, ist die Sonnenblume ein zentrales Element und wurde gemäss der Sonnenlaufbahn ausgerichtet, z.B. das Schlaf und Ankleidezimmer befindet sich im Osten und hat die Morgensonne, das Raucherzimmer und das Esszimmer ist im Westen. Die Räume sind sehr offen und lichtdurchflutet. Die Deckenelemente, Wände und Böden sind in jedem Raum anders. Wir entdeckten ganz viele schöne Details.
Máximo war Jurist, Pianist und auch ein Liebhaber der Botanik, und Gaudí verstand es, all diese Aspekte in dem Gebäude einzufangen.
Anschliessend spazieren wir durch den riesigen beeindruckenden Park der Universität mit den teilrenovierten Gebäuden.
Unser Spiegelbild vor einem Nebengebäude mit den beiden Fenstern mit "Durchblick ans Meer".
Majestätisch thront die Universität auf einem Hügel mit Meerblick 🤩.
Auf dem Rückweg zu MIMOG treffen wir auf eine Schulklasse, die Ihren Sportunterricht am Strand durchführt😁.
Am Weg nach Bilbao nächtigen wir kurz vor der Stadt an der Steilküste. Tagsüber sind viele Einheimische hier am Spazieren. Während Martin das Essen vorbereitet, geniest Gerlinde, wie die Einheimischen, den Weg an der Steilküste. Mal alleine was machen ist auch schön 🤭. Milo bewacht den Parkplatz und die Aktivitäten an der Aussenküche 😎.
Bilbao (Bilbo)
Wie geplant, treffen wir kurz vor Mittag in Bilbao ein und ergattern einen der begehrten Plätze. Die 85 Stellplätzen sind auch in der Nebensaison schnell voll. Mit Wiese und Baum haben wir einen guten Platz zugeteilt bekommen. Für Aero&Milo lassen wir die Fenster offen, der Baum spendet zusätzlich Schatten und wir machen uns beruhigt auf den Weg. Die Busstation der Linie 58 ist nur 200 Meter entfernt und bringt uns in 20 Minuten in die Altstadt.
Bilbao wurde auf 7 Hügeln erbaut, die Strassen und Wege gehen rauf und runter. Eine vermeintliche Abkürzung endet in einer U-Bahn Station und wir müssen wieder zurück. Bier und Tapas, auf baskisch "Pintxos", lassen wir uns "zweimal nicht" entgehen😋.
Der Stell-Platz hat nichts ausser eine schöne Aussicht, davon aber SEHR VIEL!! 🤩
Am nächsten Morgen regnet es und wir sind froh haben wir gestern die Altstadt besichtigt und gehen heute in das berühmte Guggenheim-Museum und zur ältesten Schwebebrücke der Welt in Portugalete.
Mit den Regenschirmen spazieren wir zum gut besuchten Museum. Wir rätseln noch heute darüber, ob wir Originale gesehen haben, Kopien oder beides 🧐 - wir Kunstbanausen 🙈!
Das Guggenheim-Museum Bilbao ist eines von vier weltweit und beherbergt moderne Kunst mit einer Ausstellungsfläche von 11.000 m². Das einem Oval ähnliche Gebäude befindet sich in der Innenstadt Bilbaos am Ufer des Flusses Nervión. Das Gebäude wurde 1997 eröffnet und zieht durch seine internationale Berühmtheit Besucher magisch an.
Es ist schon fast 1500 Uhr als wir aus dem Museum kommen und wir uns Richtung Portugalete aufmachen. Die U-Bahn Linie 2 bringt uns fast bis zur Schwebebahn. Auf dem Fussweg dahin gönnen wir uns noch ein originales baskische Törtchen.
Die Schwebebahn von Portugalete nach Las Arenas wurde 1893 eingeweiht und ist mittlerweile eine der wenigen noch funktionierenden Schwebefähre. Ein Aufzug fährt uns hoch und wir beobachten das Treiben von oben 😎. Die Gewichtsbeschränkung für den Transport liegt bei 9 Tonnen und kostet 7 €. Den Spass wollen wir uns morgen bei der Abreise nicht entgehen lassen 😝.
Samstag Vormittag warten wir in Pole Position freudig auf die Fähre 😃.
Ein sichtlich nervöser Fahrdienstleiter taucht plötzlich auf, meint wir können da nicht mitfahren. Alle Versuche von Gerlinde scheitern. Trotz Beschilderung und Preisangabe für bis 9 Tonnen an der Kassa startet die Fähre ohne uns ☹️. Ein Passant an der Station schenkt uns zum Trost zwei Schoko-Münzen 😋.
Wandern am Sonntag
Auf der Fahrt zur Kapelle San Juan de Gaztelugatxe tanken wir mal richtig günstig. Die notwendigen Gratistickets für den Besuch sind reserviert für 1625. Eingeparkt an der Steilküste regnet es, nein es kübelt richtig. Wir stornieren die Reservierung, geniesen die Stimmungsbilder am Meer und verschieben den Besuch auf nächsten Morgen. Um sieben läutet der Wecker und es ⛈️ immer noch. Also weiter schlafen 😴.
Nach dem Aufstehen um 0900 klart es auf und wir haben riesen Glück, für 1120 sind 26 Plätze plötzlich frei geworden. Wir machen uns auf den Weg und geniessen die Wanderung bei strahlendem Sonnenschein.
Gesteinsschichten, die wie ein Buch die Geschichte der Erde dokumentieren
Die Nacht ist sehr windig, gegen morgen wird es (zu) ruhig, wir wachen auf 🤭🤣. Unser nächstes Ziel, die spektakulären Felsformationen bei Zumaia, genannt „Flysch“. An der Zufahrt zum gewählten Parkplatz stehen neue Verbotsschilder, 2 Meter breit und 2 Meter hoch. hmmm.... Ein Kommentar in Internet bringt es auf den Punkt: man will uns hier nicht haben.
In der Nähe, auf einem kleinen Wanderparkplatz können wir legal für eine Nacht parken. Einheimische Surfer sind tagsüber hier und aufgrund des Geländes bleibt nachts auch niemand. Martin ist Spezialist im Untergrund anpassen und weist Gerli mit dem LKW perfekt ein 👍🏻.
Der Aussichtspunkt liegt in unmittelbarer Nähe, wir teilen die Gegend mit Kühen und Schafen. Für Martin sind Schafe - "Pulloverkühe". Seit dieser Reise ist es GANZ klar warum 😂. Später am Abend spazieren wir Richtung Meer. Über ein Seil lassen wir uns direkt ans Wasser hinunter. Es ist Flut und das Wasser tobt um uns.
Am nächsten Morgen streichen wir San Sebastian von unsere Liste und entscheiden nochmal ans Meer zu gehen. So entsteht unser Schneckentempo, Pläne sind da um verworfen zu werden 🤭🤷♀️. Jetzt bei Ebbe sehen wir die Gesteinsformationen von "Flysch" in einem völlig anderen Licht und einer völlig anderen Optik.
Zurück in Frankreich
Die heutigen rund 200km mit sehr vielen Kreisverkehren haben es in sich - wir schleichen durch Saint-Jean-de-Lutz, Guéthary und Bayonne bis zur Dune de Pilat bei Arcachon.
Der Parkplatz ist kostenpflichtig und darf von 0200 bis 0500 nicht benutzt werden. Wir bereiten zuerst den frischen Fisch zu und besteigen im Anschluss die Düne. Zum Glück gibt es eine Treppe, mit vollem Wamperl ist auch das noch anstrengend 😝. Die Aussicht lohnt sich sehr 🤩!!
Die Dune du Pilat mit 100 Meter Höhe, 600 Meter Breite und 3 Kilometer Länge, ist die grösste Wanderdüne in Europa. Die Aussicht von der Düne bietet einen starken Kontrast zu Wald, Sand und Ozean. Unter der Windeinwirkung bewegt sie sich jedes Jahr 1 bis 5 Meter in Richtung des Waldes.
Zurück am Parkplatz sind alle Wohnmobile ausgefahren, Die Beschilderung muss also ernst genommen werden. Südlich der Düne, auf einem offiziellen Parkplatz für Wohnmobile gibt es noch ein schönes Plätzchen für uns. Hund raus, Katze raus und ein Schwätzchen mit den Nachbarn. 2022 gab es einen Waldbrand und seitdem sind die Parkmöglichkeiten stark eingeschränkt. Abends schreiben wir am Bericht und selbst durch die verschmutzten Fenster ist es eine wunderbare Stimmung 🤩.
Am Morgen gehen wir auf einen Tratsch zu einem Camper aus 🇬🇧 den wir am Anfang unserer Reise beim Schifahren in Courchevel schon getroffen haben. Der war die ganze Saison auf der Piste und leider läuft sein 3 Monat's Visa nun aus 🙈.
Rolling - rolling - rolling. Auf der gebührenfreien Autobahn rund um Bordeaux und weiter auf der Route Nationale zu einem Naturschutzgebiet aus ehemaligen Steinbrüchen. Der erste Platz ist bereits besetzt von einem französischen Wohnmobil 🤔. Der 4x4 bringt uns auf einem Erdweg an den Rand eines dieser Seen. Wir und die Tier- und Pflanzenwelt der Gegend verbringen einen einsamen, sonnig warmen Nachmittag/ Abend. Alles Richtig gemacht🤙🏽.
Am Vormittag erhalten wir einen Anruf von zu Hause, es gibt ein medizinisches Problem. Wir packen und reisen heimwärts. 950 km rollen wir quer durch Frankreich, vorbei an tollen Landschaften, bis nach Bern. Hier nächtigen wir für einige Stunden um am nächsten Tag, halbwegs ausgeschlafen, die restlichen Kilometer abzuspulen. Zu Hause angekommen, stellt sie der Alarm zum Glück als Probealarm raus. Wenn wieder mal der Hut brennt fliegt Gerlinde nach Hause. Das haben wir gelernt und zum Glück ist es "NUR" ernst aber kein akuter Notfall 🫶🏻!!!!
Frankreich ist so schön und charmant, dass wir eine unserer nächsten Reisen (🐌-tempo) diesem tollen Land widmen werden 👍🏻.
Zusammenfassung
Unsere Reise ist nun zu Ende und wir können die nächste Reise planen. Soviel verraten wir jetzt schon, es wird wieder Osteuropa werden. Nun gehts ans ausräumen, putzen, reparieren und anpassen.
Einige Zahlen zu unserer Reise vom 18 Februar 2025 bis zum 17 Mai 2025:
- 89 Reisetage ☀️ 🌧️ ❄️ ☀️
- 9245 km 🚛
- 1953l Diesel 🤑
- ∅ 104 km pro Tag 🐌🐌
- 21.0l Diesel pro 100km (incl. Standheizung)
- längste Tagesstrecke 950km 🚛💨💨
- kürzeste Tagesstrecke 5km 🐌
- 4 verschiedene SIM Karten 🙈
- 0 Strafe 🤷♀️
- 1 Besuche beim Barber 👏🏻
- auf der Heimfahrt die 1000 Stunden die der Motor mit uns gelaufen ist erreicht 🙌🏼