Der Platzwechsel auf diese kleine Anhöhe bietet am Morgen eine phänomenale Aussicht. Wir erkunden den Geopark und finden vor allem Muscheln, Korallen und Baumstümpfe von Palmen, deren Durchmesser wirklich erstaunlich ist. Bei manchen spurdelt das Wasser nach oben 😂.
Auf der Weiterfahrt nach Pouda bleibt der Einkauf nur ein Versuch. Die Mini Markets verkaufen Chips und Softgetränke. Als Martin dann auch noch deprimiert von einem Laden zurückkommt, weil er im Laden nur auf dem Boden sitzende "Nicht"-Griechen vorfand, hat sich das Thema Einkauf erledigt 🤷♀️. Beim eigentlichen Hafen für die Fähre nach Elafonisos angekommen sehen wir, dass die nächste Fähre in 45 min kommt. Wir warten und sind schon gespannt, wie die Auffahrt auf die Fähre funktioniert. Es ist soweit, wir fahren vorwärts auf die Fähre und nach der 15 minütigen Überfahrt, fahren wir Rückwärts wieder von der Fähre ab 🤪.
Gerlinde surft durchs Internet und fragt: "Hast du das Einkaufszentrum in Elafonisos nicht gesehen?" Meine Antwort: "Nein, ist da eines?." Also parken wir MIMOG am Hafen und machen uns gemütlich zu Fuß auf den Weg ins kleine Dorf. Wir schlendern durch enge Gassen, vorbei an zahlreichen verschlossenen Häusern, und entdecken schließlich das "Einkaufszentrum". Im Angebot – Farben, Lacke und Werkzeuge. Tja, ein Einkaufsparadies für Heimwerker! 🤣 Das war wohl nichts!
Die Fahrt zur Simos-Beach ist kurz – gerade einmal 4,5 km – und schon sind wir da. Der Parkplatz ist recht groß, jedoch ziemlich abschüssig. Die beiden ebenen Plätze sind bereits belegt, aber das stört uns nicht weiter, denn der Wind macht ohnehin einen gemütlichen Nachmittag unmöglich. Also beschließen wir, unser Glück anderswo zu versuchen – nach zwei gescheiterten Versuchen finden wir an der Nord-West Seite einen schönen Platz auf grünem Moospolster, geschützt vom stürmischen Südwind - perfekt für uns und die Tiere 🤩❤️.
Nein, wir fahren noch nicht zurück auf´s Festland. Gestern haben wir eine kleine Bucht gesehen, ohne Wind und kristallklarem Wasser. Den ganzen Nachmittag sitzen wir faul am Strand, baden und ruhen uns vom Reisestress aus 🙈🤭.
Wir versuchen es nochmal an der Simos-Beach und heute klappt es. Einen Strandspaziergang mit Aero und auch die Drohne dreht ihre Runden 🤩. Der Mehrwert aus der Vogelperspektive ist klar erkennbar 😍.
Wegen einer unruhigen Nacht, insbesonders wegen 🐕 Aero, geniessen wir unser Morgenessen früher als sonst. Darum können wir auch bereits die Fähre um 0840 nehmen. Unser Ziel ist Skala für einen Einkauf, der ja noch immer ausständig ist.
Das ist die Planung, nur kommen wir gar nicht soweit 🤨. Gerlinde sieht in der Ferne ein interessante Felsformation, die sie erkunden möchte. Die Halbinsel Xili. Unsere Vorräte reichen noch, wir werden nicht verhungern und auch nicht verdursten 🤣.
Am Anfang führt die Strasse durch einen abgebrannten Olivenhain. Wir treffen einen Bauern und infolge gegenseitiger Unkenntnis der jeweiligen Sprache benutzen wir den Hand-und Fuss-Wortschatz. "Katsika" für Ziegen, auf die wir treffen werden und "katastrofia", dass wir kein griechisch können 😂, verstehen wir. Wir spüren, wir sind willkommen. Der nette Bauer meint, MIMOG ist genau für diese Strasse gemacht. 10 Minuten später passieren wir den "leeren" 🧐 Ziegenstall.
Danach wird der Weg ein wenig wilder und die grossen Reifen wälzen sich gemächlich über den steinigen Weg.
Die Halbinsel hat einen schmalen Übergang zum letzten Zipfel, der uns besonders gut gefällt. Der Ausblick nach lins und rechts ist genial.
Wir wandern bis zum südlichsten Punkt und lassen die Drohne steigen. Das Vorhaben "Baden" wird gestrichen, die Wellen sind doch zu hoch. In der Nacht nimmt der Wind zu, es beginnt zu regnen und an dieser ausgesetzten Stelle schüttelt es uns ganz schön durch. Ja, es hätte windgeschütztere Plätze gegeben, aber nicht mit dieser derart schönen Aussicht 🤪.
Der Morgen ist ruhig und trocken und trotz des Regens in der Nacht haben wir immer noch rund 20ºC. Wir geniessen beim Frühstück den Sonnenaufgang und fahren danach zurück.
Beim Ziegenstall können wir die wirklich wunderschönen Ziegen im Gehege bewundern. Der Hirte winkt uns freundlich zu und die Hütehunde begrüssen uns schwanzwedelnd 😬.
Den ersten Stopp machen wir an der Bäckerei. Am Sonntag gibt es leider kein frisches Brot aber dafür andere feine Süßspeisen. Später suchen wir eine kleine Ausgrabung der antiken Stadt "Akriai" in einem Feld. Mit Hilfe der Drohne werden wir fündig - die vielen Antiken Stätten in diesem Land überfordern, nicht alles kann ausgegraben und gepflegt werden. So auch hier! Vermutlich würde man in diesem Feld noch vieles entdecken können 🤩.
Auf dem Weg Richtung Gythio ist unmittelbar neben der Strasse das Schiffswrack Dimitrios zu finden. Dieser Touristenattraktion widmen wir natürlich auch einen Halt 😌.
Das Frachtschiff Dimitrios strandete im Jahr 1981 am feinsandigen Strand nahe der Stadt Gythio. Mit seiner rostigen, aber dennoch beeindruckenden Silhouette vor der Kulisse des azurblauen Meeres ist die Dimitrios ein faszinierendes Fotomotiv und ein Ort voller Mythen. Ob die ungeklärte Geschichte von Schmuggel oder schlechtem Wetter stimmen, bleibt ungewiss.
🤩
Manchmal erscheint die Welt wirklich klein: Auf dem Parkplatz vor dem Schiff treffen wir erneut auf den Camper aus dem Geopark. Zuvor sind wir ihm bereits am Strand von Fokianos begegnet – und später nochmals auf dem Parkplatz vor Monemvasia. Und genau diesen Camper treffen wir nun wieder am Parkplatz unweit des Wracks!
Genug für heute, vor Gythio parken wir an einem Sportstadion ein. Wir kochen und geniessen die Wärme. Gegen 1630Uhr eröffnet uns ein Mitarbeiter des Stadions, dass wir hier nicht übernachten können.
In 40 Minuten wird es dunkel, jetzt eilt es aber 🚛💨. In Gythio steht ein Wohnmobil direkt an der Hauptstrasse am Stadteingang - wäre möglich, aber nein, so gross ist unsere Not noch nicht - also weiter 🚛💨. Der Parkplatz einer kleinen Kirche auf einem Hügel ist gesperrt, also auch nichts und weiter 🚛💨. Im letzten Tageslicht finden wir einen schönen Platz direkt am Strand 🤩.
Wir sind nun auf der Mani angelangt, dem mittleren Finger am Peloponnes. Maniaten gelten als unbeugsam und aufständisch, selbst die Osmanen liessen diesen Teil unberührt. Blutrache, Familienclans und Wohntürme (Wehrtürme) in den Ortschaften klingt so gar nicht nach Griechenland. Viele der Jungen wandern ab und so werden viele Traditionen mit der Zeit verschwinden.
Mit den ersten Sonnenstrahlen geht Gerlinde mit der Kamera bewaffnet auf Fototour. Nach dem Frühstück und einer Runde schwimmen bei 21 ° warmen Wasser, reisen wir weiter.
Die Strasse in den Dörfern ist meist recht schmal, daher ist Gegenverkehr unerwünscht 🤪. Wir sehen unzählige Dörfer und Wohntürme. Auch bei Neubauten wir der Stil der früheren Zeit beibehalten.
Nach gefühlten 3286 Fotostopps sind wir endlich in Areopoli und kaufen ein. Im Schatten einer kleine Kirche oberhalb des Städtchens geniessen wir einen abwechslungsreichen Sonnenuntergang. Es war ein spannender Tag, viel neues und natürlich haben wir das Verfolger-Wohnmobil auch wieder gesehen 🤭.
Am Morgen trödeln wir so lange, bis es regnet. Wir warten ab und starten in einer Regenpause den Spaziergang durch Areopoli. Die Häuser sind durchgängig aus Stein gebaut und bei dem grauen Wetter wirkt es fast ein wenig trostlos. In den heissen Monaten ist der Stein bestimmt angenehm kühl, denken wir 🤔.
Ein kleiner Abstecher in das Kampinari Theater, dass leider nie eine Betriebserlaubnis erhielt, aufgrund fehlender Toiletten und Nebengebäuden 🧐. Die Lage ist wirklich atemberaubend, der Blick über die Mani einzigartig und sehr schade verfällt hier alles langsam.
Die Olivenernte ist in vollem Gange und in den vielen Olivenpressen herrscht Hochbetrieb. Während die Landwirte fleissig daran arbeiten, die besten Oliven zu ernten, spielt es auch eine wichtige Rolle wie schnell die Oliven verarbeitet werden. Die höchste Güteklasse "nativ extra" mit einem Säurewert < 0,3% wird reif, bei niedrigen Temperaturen und direkt nach der Ernte verarbeitet.
Die Strasse schlängelt sich durch Dörfer und passt sich den Geländeformen der Mani an. Angekommen am Tagesziel ist der Platz doch tatsächlich besetzt 🙄. 500 Meter weiter unten hat es noch ein nettes Plätzchen für uns 👍🏻. Die Aussicht auf Kalamata ist wolkenverhangen und aus der linken Ecke steigt viel Rauch in den Himmel. Wir vermuten es sind die Olivenöl Hersteller.
Zum Glück ist es beim Kochen trocken, daher ist die Aussenküche am Fleischlaiberl braten und die Innenküche kocht Broccoli / Karfiol (🇨🇭Blumenkohl) und Salat mit Granatapfel-Dressing 😋.
Es soll uns doch bitte nie schlechter gehen🤣.
Nach dem Essen darf die Drohne nochmal raus und Martin versucht Kalamata bei Nacht einzufangen 😉.