Über uns erhebt sich die imposante Festungsanlage der Familie Kapetanakis. Sie wurde von Kapitän Georgakis Kapetanakis gebaut, einem der 14 „Kapitäne“ der Mani und Oberhaupt der Familie und des Geschlechts der Kapetanakides.
Der „Kapitän“ war der örtliche Herrscher über ein Gebiet, das er von seiner „Burg“ aus kontrollierte.
Jede Burg umfasste eine Festungsmauer, einen Turm, ein Turmhaus und Nebengebäude. Die kleine Kirche ist einschiffig und dem Propheten Elias gewidmet.
Die Kapetanakides waren eine berühmte Kriegsherren-Familie der Mani, deren Beitrag zur griechischen Revolution von 1821 für ihre Region entscheidend war.
Danach machen wir uns auf den Weg zu einer Self Service Wäscherei in Kalamata, beladen mit drei großen Säcken Schmutzwäsche 😅. Nicht überall auf der Reise treffen wir auf so eine tolle Möglichkeit. Eine Stunde später ist gewaschen, getrocknet und ordentlich zusammengefaltet. Währenddessen hat sich das Wetter deutlich verschlechtert: Der Wind bläst kräftig, und eine Regenfront zieht heran.
Morgens haben wir das Gefühl die Welt ist untergegangen. Der nächtliche Starkregen hat riesige Pfützen hinterlassen und es regnet noch immer. Unser Platz ist hier gut, wir warten den Tag ab und entscheiden morgen, wie weiter. In einer Regenpause wird uns doch zu langweilig und wir fahren in den Hafen von Kalamata. In einer weiteren Regenpause schaffen wir es den Eisenbahnpark zu besichtigen und ein paar Kleinigkeiten einzukaufen 💪🏻 🙂.
Für den kommenden Tag ist die Wettervorhersage besser, so bleiben wir eine weitere Nacht in Kalamata. Ein kleines Kloster in den Hügeln scheint eine gute Option zu sein. Auf der kurzen Fahrt dorthin strömt das Wasser in kleinen Bächen die Straße herunter. Bei diesem "grauslichem" Wetter bleibt die Aussenküche geschlossen und wir kochen drinnen Gemüsesuppe. Und JA 😁, am nächsten Morgen strahlt die Sonne in die Landschaft.
Das Heilige Kloster Velanidia ist eines der geschichtsträchtigsten Klöster Griechenlands. Das Hauptgebäude des Klosters wurde 1679 gegründet und ist der Göttin Panagia geweiht. Papaflessas war Mönch in diesem Kloster, und die Anführer der Befreiungsbewegung von 1821 (Papaflessas, Nikitaras, Kolokotronis und Anagnostaras) hielten hier häufig Versammlungen ab. Von hier aus begannen sie am 23. März 1821 die Befreiung Kalamatas von den Türken. Jedes Jahr wird hier "die heilige Flamme der Revolution" entzündet, die die Einwohner auf dem Platz des 23. März in Kalamata begrüßen.
Unterhalb der Burg von Kalamata ist die Markthalle und dort hat es genügend Platz für uns. Wir schauen uns die Burg nur von aussen an, heute haben wir beide keine Lust Eintritt zu zahlen🤪.
In der Fußgängerzone herrscht reges Treiben, und sogar ein kleinen Weihnachtsmarkt finden wir 🎄. Auf dem Rückweg stoßen wir zufällig auf einen Street-Food-Kiosk. Gerlinde erinnert sich sofort daran, dass sie bei ihren Recherchen den Namen "Souvlakia O Tzimis" entdeckt hat – ein Ort mit hervorragenden Bewertungen. Neugierig bestellen wir zwei Gyros, und unsere Erwartungen werden mehr als erfüllt.
Gerade zurück an der Markthalle, startet ein Platzregen. Alles flüchtet unters Dach und auch wir warten diesen Guss im Trocknen ab.
Unsere Fahrt führt uns zu den Wasserfällen von Polylimnio. Mittlerweile gibt es eine neue Straße, die direkt zu einem Parkplatz in der Nähe führt. Vermutlich wurde diese angelegt, weil der Verkehr für die Anwohner zu belastend wurde und es regelmäßig zu chaotischen Situationen gekommen sein dürfte. Der Fußweg von dort ist angenehm kurz, doch die Überraschung vor Ort ist groß. Was wir entdecken, hat kaum etwas mit den idyllischen Bildern gemein, die man online findet. Die starken Regenfälle der letzten Tage haben den Fluss in eine braune Brühe verwandelt, die zudem Teile der Fußwege und Stege überflutet hat 🙄🙈. Hier bleiben wir nicht.
Unser neues Ziel für die Nacht ist wieder eine Kirche. Hier gibt es aber auch soviele davon 😂. Die Anfahrt dorthin fühlt sich fast schon luxuriös an: Eine breite, teils befestigte Straße führt durch das Tal. Nach drei engen Spitzkehren erreichen wir schließlich den Grat. An der Kirche angekommen erwartet uns eine traumhafte Aussicht in die Lagune von Pylos und ein grosser geschotterter Parkplatz 😉 👍🏻.
Die Lagune von Pylos ist eines unserer Ziele, und es ist wirklich sehr schön hat sich der Schlafplatz hier oben zufälligerweise so ergeben 😍. Die Lagune ist riesig und wir freuen uns schon die Details zu erkunden.
An der Lagune angekommen versuchen wir vom LKW Dach aus Flamingos zu fotografieren und die Drohne steigt hoch für Aufnahmen der 3000 Jahre alten Burg Palaiókastro und der auffälligen Voidokilia Bucht im Hintergrund.
Wir bleiben in der Lagune und anstelle von Baden im erdigen Uferbereich, rechnen wir an der Reise rum 🤔
Bis jetzt sind wir 5440km gefahren (Sonntag 30.11.2025) in 77 Tagen bei 184 LKW Betriebsstunden.
Das ergibt 70,6km pro Tag bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30km/h
Das würde auch dieses noch fahrbereite Moperl schaffen meinen wir, und da lacht er, der Martin! 👍🏻🤩
Sonntagmorgen - zuerst spazieren mit 🐕 & 🐈. Später parken wir im Hafen von Pylos und kaufen Eintrittskarten für die Burg. Die Dame am Schalter macht uns darauf aufmerksam, dass drei Museen im Preis inbegriffen sind.
Die Anlage und die Museen haben uns sehr beeindruckt. Sehr schön ist die Vielfalt der nahezu vollständig erhaltenen Gefäße, Schmuckstücke, Siegel, Werkzeuge und Ornamente. Einige Exponate werden sogar mittels moderner 3D-Lichtprojektionen anschaulich erklärt.
Auch vor der Insel Elafonisos (wo wir auf die Fähre gewartet haben) wurden Ausgrabungen durchgeführt und Objekte davon sind hier ausgestellt.
Beim Verlassen der Burg sehen wir ein Schild, das das Betreten der Burgmauer verboten ist. Ups - sind wir doch fast der ganzen Mauer entlang spaziert und haben die tolle Aussicht genossen 🤩.
Genug Burg für heute, wir brauchen noch etwas Natur. Also fahren wir zum Voidokilia Strand. Die Anfahrt führt durch einen Olivenhain mit vielen sehr alten Olivenbäumen. Nach einem schönen Strandspaziergang kehren wir an den Platz von letzter Nacht zurück. Die Lagune ist sehr gut von Wind und Wellen geschützt.
Am nächsten Morgen starten wir auf Hauptstrasse nach Methoni, die etwas abenteuerlich ist. Bei Gegenverkehr bremsen wir lieber rechtzeitig ab, um nicht die in die Strasse ragenden Olivenbäume zu streifen. Zu dieser Jahreszeit ist im Dorf vieles geschlossen. Einige wenige Fahrzeug auf dem Parkplatz, ein Fischer der sein Boot repariert, zwei Einheimische die am Strand spazieren und ein offenes Café am Platz 🙂.
Wir erkunden zuerst die Hafenmole und dann die Burg Methoni. Schade, dass der Französische General Maison (in den 1820 Jahren) fast alle Gebäude zerstören liess, um eine Epidemie zu verhindern.
Die Burg von Methoni wurde im frühen 13. Jahrhundert von den Venezianern erbaut und gehört zu den größten Burgen im Mittelmeerraum. Beeindruckend ist die 14-bogige Steinbrücke, die die Burg mit dem Ufer verbindet und die die Holzbrücke ersetzt, die vor den Venezianern dort stand. Das berühmte Symbol Venedigs, der Löwe von San Marco, ist auf dem Tor der Burg eingraviert.
Gegenüber dem südlichen Rand der Burg liegt die befestigte Insel Bourtzi, die während der türkischen Besatzung als Gefängnis und Hinrichtungsstätte diente. Sie wurde 1500 erbaut und ist über einen gepflasterten Weg mit dem Burgtor verbunden.
Auch hier gab es nur wenige „Do´s and Don’ts“, was wir sehr genossen haben.
Nächstes Ziel "Zanzibar" - nicht die Insel im Indischen Ozean, sondern der nächstgelegene Strand. Camper dürfen hier nicht parken, neue riesengrosse Schilder 🙈 sind montiert. Der nächste Strand hat tausende von mini Mücken. Diese kleinen Biester mogeln sich sogar durch unsere Gelsengitter durch - da düsen wir sofort weiter 🚀 und fahren hoch zu unseren Freunden, den Windrädern 😍.
Der Abend belohnt uns mit einem fantastischen Sonnenuntergang. Trotz einer Wolkenwand am Horizont ist das Farbenspiel sensationell .
🐈 Milo bekommt zur Zeit Antibiotika weil wir eine Infektion der Blase/ Harnweg vermuten . Die zu Pulver zerdrückte Pille, mit Tunfisch gemischt, ist heiss begehrt. Er krabbelt auch entlang des Arms um zum Ziel zu kommen 🤣. Heute Morgen haben uns die Tiere zu früh 🥱 geweckt und wir hatten auch mal die Chance auf den Sonnenaufgang 🤩.
In den kommenden zwei Tagen soll das Wetter bescheiden sein, so nützen wir den heutigen Tag nochmals für den Strand. Einer von vier geht baden, der auch nachher noch die Fenster und Teppiche reinigt 😘.
Diesmal wird der Sonnenuntergang vom Wolkenband verschluckt und während der Nacht setzt auch der Regen 🌧️ ein.
Die sauberen Fenster und Teppiche bleiben wohl nicht lange so strahlend wie sie jetzt sind 🤭🤨.