13 - 🇬🇷 🇦🇱 🇲🇪 🇭🇷 - Heading North - 10.12.2025 - 16.12.2035

Veröffentlicht am 17. Dezember 2025 um 22:40

Bewegte Bilder zum Einstieg – Drohnen Flüge in Griechenland.

Direkt an der Hauptstraße steht ein Brunnen – perfekt, um unsere Wasservorräte aufzufüllen. Da kaum Verkehr herrscht, parken wir am Rand und blockieren fast eine Fahrspur. Schon kurze Zeit später bekommen wir Besuch von 🇨🇭Stephan, der mit seinem VW Bus T5 unterwegs ist und ebenfalls Wasser auffüllt. Er will im Frühling in die Mongolei fahren 🤩. Da ergibt ein Thema das nächste und schwups ist eine Stunde vorüber....

Unser nächstes Ziel die Insel Lefkada ist über eine Klappbrücke vom Festland aus erreichbar. Da hier sehr viele Charter-Segelschiffe im Hafen liegen, sind auch die Parkplätze sehr grosszügig angelegt. In einer Self Service Laundry waschen wir wieder mal Kleider. Der Trockner zeigt noch 5 Minuten an, da kommt die Besitzerin von Laden, wirft einen Blick zum Trockner und meint, ach das wird so nix und stellt nochmal 18 min nach 🙈. Eigentlich wollten wir ja weiter 🤭🤣. 

Die Fahrt aus der Stadt zur Gaidaros Beach führt durch enge Gassen und Strassen, bergauf und bergab bis wir schlussendlich unser Ziel mit den letzten Sonnenstrahlen auch erreichen. 

Am Morgen begegnen wir einem Romand (einem Französisch sprechenden 🇨🇭er) und seiner 🇩🇪Partnerin. Nach einem kurzen, freundlichen Gespräch setzen wir unsere Reise fort – unser Ziel: der wohl berühmteste Strand von Lefkada, Porto Katsiki. Und ja, der Strand und die traumhafte Bucht sind tatsächlich atemberaubend schön. 

Doch die Umgebung lässt erahnen, wie viele Menschen sich hier in der Saison tummeln. Die meisten Parkplätze sind aktuell gesperrt, nur einer ist geöffnet – und hier stehen bereits sechs Wohnmobile in Reihe. Wir wollen nicht die beste Aussicht, halten ein wenig Abstand und das passt super für diese Nacht 🤩.

Die Fahrt zurück nach Lefkada Stadt führt uns entlang der Ostküste und diesmal stoppen wir zum Waschen der Bettwäsche. Vor zwei Tagen hatten wir keine Zeit mehr dazu.

Der Versuch dieses Auto zu mieten ist leider gescheitert. 🤭

In der Lagune nördlich von Lefkada finden wir einen schönen Platz für die Nacht. Die Holzbrücke hinter uns ist schon etwas in die Jahre gekommen und nur zwei Einheimische huschen zum Sonnenuntergang schnell drüber. Das Reisen in der Nebensaison bringt viele Vorteile, einer der Nachteile ist, es wird schnell dunkel und für die letzte Sonnenstrahlen des Tages muss man sich rechtzeitig Zeit nehmen 🤩.

Unser lieber, Sir 🐈 Milo ist einfach ein tolles Tier finden wir ❤️!! Vor allem ist er aber ein Jäger wenn er draussen ist ☝🏻!

Die Lagune aus der Vogelperspektive ist wunderschön. Auch die sensationelle Abendstimmung beim Kochen an der Aussenküche, lässt wirklich keinen Wünsche mehr offen 🤩. 

Das römische Aquadukt vom antiken Nikopolis an der Ortschaft Agios Georgios ist unser Ziel. Auf der Fahrt dorthin treffen wir wieder auf Bauern mit ihren Traktoren, bereit für die nächste Protestaktion. Wir geraten zum Glück in keinen Stau und haben freie Fahrt.

Das Aquädukt transportierte einst Wasser aus den Bergen rund um Agios Georgios bis nach Nikopolis. Beeindruckend auch die Tunnelsysteme, die Teil dieser ausgeklügelten Wasserversorg waren. 

 

 

Ein ortsansässiger Grieche zeigt uns einen versteckten Wasserhahn und schenkt uns noch einen Sack voll Zitronen aus dem eigenen Garten. Gastfreundschaft pur ❤️. Die Reisetips in Griechisch gibts noch obendrauf.

Kurz vor der Stadt Ioannina sehen wir rechts auf einem Hügel ein Bauwerk. Wie immer zieht uns das magisch an und über eine holprige Schotterpiste erreichen wir eine alte byzantinische Festung, die sich selbst überlassen ist.

Die Aussicht ist atemberaubend – ein fantastischer 360-Grad-Rundblick. Hierbei entdecken wir auch die Asphaltstrasse, die hier rauf führt 🤪. Die nehmen wir wohl morgen für den Abstieg.

Wir wachen über dem Nebelmeer über Ioannina auf 🤩. Da wir ja bald wieder zu Hause sind, ist das eine gute Vorbereitung auf den Nebel der uns auch Daheim erwarten wird 🤭🙈.

Nordwärts zu den warmen Quellen des Lengarica-Canyons – eine Fahrt voller Abwechslung. Schon in Griechenland fällt uns der Fluss Vjosa auf, der sich in Albanien malerisch durch die Berge schlängelt. Unsere Straße tut es ihm gleich, windet sich kurvenreich durch die Landschaft. 

Am Parkplatz bei den Quellen angekommen, sind am heutigen Sonntag doch einige Besucher hier.. Auch die Bauarbeiter sind am Feiertag fleissig, und einige streunende Hunde streifen umher. Kurzerhand streichen wir das geplante Bad und beschließen, tiefer in den Canyon vorzudringen. 

Die Straße wird zunehmend schlammig und holprig, doch nach etwa 5 Kilometern finden wir einen geeigneten Platz, um den Tag ausklingen zu lassen. Ein Blick auf die Karte zeigt uns, dass es weiter im Inneren noch ein Kraftwerk und vereinzelte Siedlungen gibt. Respekt an die Menschen, die in dieser abgelegenen Region ihr Leben bestreiten.

Beim Nachtessen zählen wir unsere Tage die wir noch haben bis zum 25.12, wo um 1200 das Familienessen in der Schweiz stattfindet. Es sind noch 10 Tage und  2000km. oje, oje ....  wir müssen doch ein wenig aufs Gas drücken 🫣.

Am Morgen fahren wir den Berg hinunter und parken nochmals bei den Quellen. Die Bauarbeiten sind schon wieder voll im Gange und zwei der heissen Quellen mittendrin.

Wir machen Fotos und finden per Zufall mit der Drohe eine weitere Quelle einige hundert Meter tief in der Schlucht. Wir ziehen die Badeschlappen an und  queren einige Male den Bach. Das kurze morgendliche Bad bei ca 30ºC ist genau der richtige Start in den Morgen. Die erste lange Fahrt kann beginnen 💪🏻.

 Auf den ersten 50 Kilometern ist die Straße gerade einmal Unimog breit, was unsere Geschwindigkeit merklich drosselt😂. Faszinierend auch das wilde unregulierte Flussbett. Später wird die Strecke besser, und wir kommen zügig voran. In Kastriti finden wir schließlich einen idyllischen Platz für die Nacht, mitten in einem Olivenhain.

Den nächsten Tag verbringen wir auch auf der Strasse. Die Eindrücke könnten kaum vielfältiger sein: Schlaglöcher in den Straßen, überall unglaubliche Mengen an Staub, eine faszinierende Mischung aus Luxusautos und klapprigen Schrottkisten, endlose Schaf- und Ziegenherden mit ihren Hirten, sowie große Truthahn-Scharen – der schwarze Truthahn soll übrigens besonders köstliches Fleisch haben. Dazu begegnen uns angeleinte Kühe, Pferdefuhrwerke, selbstgebaute Lastenmotorräder und vieles mehr. Sogar ein Autofahrer auf dem Gehweg ist uns rechts entgegengekommen. Eine wirklich beeindruckende und spannende Fahrt!

Unser Tages-Ziel haben wir nicht ganz erreicht. Die Nacht in den Bergen von Montenegro ist unheimlich still und richtig dunkel 😁.