Am Morgen stehen wir interessiert im Bird Watch Tower (Vogel-Beobachtungs-Turm). Im beheizten Turm empfängt uns eine nette Dame die uns die zur Verfügung stehenden Fernrohre zeigt. Zu sehen sind viele Entenarten, Flamingos und Raubvögel. Ein Eintrag im Besucherbuch und eine kleine Spende darf natürlich nicht fehlen.
Wir lassen Larisa rechts liegen, denken an die tolle Werkstatt die uns den Kühler eingebaut hat, und fahren weiter Richtung Süden. Nach der Abfahrt von der Autobahn führt ab Kileler eine kurvige Strasse ins Hinterland. Eine schmale Durchfahrt an einem Bauernhof missfällt 🇦🇹 Oberascher🙈. Nach einer der nächsten Kurven steht plötzlich eine grosse Herde Ziegen vor uns. Wir parken den LKW an den Rand, stellen den Motor ab und beobachten das friedliche Treiben. Da es bereits dämmert, sind sie wohl am Weg nach Hause.
Nach einer verregneten Nacht freuen wir uns über die Vormittagssonne. Gerlinde ist noch am bearbeiten vom letzten Bericht, hört sie ein plätscherndes Geräusch 🤔. Beim Blick nach draussen - da schlabbern doch tatsächlich zwei Jagdhunde Aeros Wassernapf leer 😂. Der Blick über die Hügelwelt ist wunderschön.
In Lamia bunkern wir Lebensmittel nach und schauen anschliessend in den Intersport. Zwei von Gerlindes Reisehosen sind am Ende der Tragbarkeit angelangt. Leider gibt es nur Jogging Hosen in allen Farben und Variationen, aber nichts anderes. Wir meinten es zu kennen - ist ja Intersport - aber eben kein österreichischer Intersport 🤭🤪.
Danach gehts weiter zu den Thermopylen. Ein Engpass an Land zwischen Meer und Gebirge. Auf dem einstigen Schlachtfeld gibt es neben Denkmälern und einem Museum auch heisse Quellen, welche wir zuerst ansteuern. Trotz leichtem Schwefelgeruch ist die 40ºC warme Badewanne ein absoluter Genuss. Die Quelle ist sehr sauber und eine Einheimische erzählt uns es gibt noch eine andere Quelle in der Nähe.
Wir bekommen auch Ratschläge/ Informationen wie
- vor dem Bad salzhaltige Speisen essen damit der Blutdruck nicht so abfällt
- nicht zu lange im Wasser bleiben
- das Wasser ist gut gegen Rheuma
Die Parkplätze hier sind etwas vergammelt und so machen wir uns auf die Suche nach dieser anderen Quelle. Wir wollen gerade wegfahren, winkt uns die Tipp-Geberin zu und signalisiert, dass wir ihr folgen sollen. Mit 75 km/h rasen wir dem Moped hinterher. 5 min später sehen wir den grossen Teich. Mit einem kurzen Wink verabschiedet sie sich und ist auch schon verschwunden. Hier hat es einen schönen ruhigen Parkstreifen für die Nacht.
Am Morgen setzt leichter Regen ein. Martin testet die grosse Quelle und misst 34 °C. Für ein Morgenbad vielleicht etwas zu kalt für Gerlinde und so fahren wir schnurstracks zurück zum 40 Grad Pool. Poah, wie herrlich das doch ist 🤩😆!
Im unteren Teil der heissen Quellen verkauft heute ein Bauer Oliven, Honig und eingelegte Früchte. Da alles hausgemacht aussieht, kaufen wir auch ein.
Das Denkmal von König Leonidas erinnert an die zweite Schlacht gegen die Perser. Diese Schlacht ging verloren. Jedoch der Kampfgeist und der unheimliche Mut der zahlenmässig weit unterlegenen Griechen und Spartaner ist weithin bekannt und verfilmt.
Athen befand sich nach der endgültigen Niederlage der Perser auf dem Weg zur Großmacht und entwickelte sich zu einer Wiege der europäischen Kultur (Demokratie, Algebra, Theater,....)
Über verschiedenste Pässe, vorbei an Grossbaustellen und einem Bauxit-Bergwerk geht die Fahrt weiter nach Delfi. Vor Amfissa sehen wir links und rechts eine Art Kanal an den Berghängen und unser Interesse ist geweckt.
Wir entscheiden die rechte sonnige Seite den Berg hoch zu fahren und wo die Strasse aufhört ist auch das Nachtlager. Nach dem Frühstück fahren wir runter nach Amfissa, Gerlinde möchte sich die Dorfkirche anschauen. Wir flanieren durch die engen und verwinkelten Gassen und plötzlich ist die Kirche zweitrangig: Pick-Up sind nun der Favorit 🤩.
Dadurch fliesst das Wasser auf der anderen Seite des Tales weiter und bringt Wasser in die Anbaugebiete am Golf von Korinth. Einfach nur genial.
Wir wollen heute das Orakel von Delphi besichtigen. Das Orakel ist wegen Renovierungsarbeiten gesperrt aber die Drohne macht zumindest ein Bild möglich. Beim Rückweg finden wir auf der Strasse noch eine rund 1jährige Landschildkröte, die wir in der angrenzenden Olivenplantage sicher aussetzen.
Wir fahren durch das schön gelegene Arachova und quetschen uns vorbei an den vielen Touristen die alle fleissig am Shoppen sind.
Oberhalb der Stadt Erythres parken wir ein. Der Wind weht ziemlich stark, darum stehen hier auch so viele Windräder ☝🏻. Morgens zieht ein Gewitter ⚡️ 🌩️ über uns hinweg. Da die Wohnkabine kein Faradayscher Käfig ist, schalten wir lieber alle Elektrik aus und warten bis das Gewitter vorbei ist. Wer will schon ein abgebranntes Wohnmobil haben🙈🤪.
Später geht es weiter Richtung Korinth. Je südlicher wir kommen, desto besser das Wetter☀️😎. In Korinth besichtigen wir die versenkbare Brücke und auch an der alten Eisenbahnbrücke gibt es noch einen Fotostop hoch über dem Kanal.
An der Burg von Akrokorinth oberhalb des Alten Korinths ist fertig für heute. Neu ist, dass es direkt am Parkplatz der Burg ein kleines Restaurant gibt – eine willkommene Gelegenheit, den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Wir entscheiden uns, dort zu Abend zu essen. Gerlinde wählt Dorade, während Martin sich für Lamm entscheidet. Der Gastgeber überrascht uns mit einem Stück Kuchen und einer kleinen Flasche Wein – ein großzügiges Angebot, könnte man meinen. Doch mit einer Rechnung von 66 € fühlt es dann doch nicht ganz wie ein Geschenk an 😵💫.
Am nächsten Morgen bei strahlend blauem Wetter besichtigen wir die riesengrosse Burganlage mit einer Burgmauer von fast 3km Länge. Die Burg hat eine lange Geschichte, von der Jungsteinzeit bis ins Jahre 1827.
Das nächste Ziel ist das größte noch erhaltene Amphitheater aus dem Jahr 340 v. Chr., bekannt für seine erstklassige Akustik. In den Sommermonaten finden zahlreiche Theateraufführungen und Konzerte statt. Die Anfahrt nach Epidauros ist spannend und wir beobachten die zahlreichen Nichteinhaltungen von Verkehrsregeln 😂🤣🤪. Auch haben wir in Städten ein neues Spiel für uns entdeckt - wer findet als erster ein Auto welches keinen Blechschaden hat 😜😝.
Wir parken auf dem grossen Besucherparkplatz und treten in das Theater ein. Auf der obersten Reihe angekommen bemerkt Martin, dass sein Mobiltelefon noch auf der Stoßstange von MIMOG liegt. Zum Glück ist es immer noch dort, und er darf ein weiteres Mal durch das Eingangstor schreiten. Anschließend besichtigen wir die historische Rennbahn und genießen die friedliche Atmosphäre. Kurz vor dem Eindunkeln rast ein kleiner Flitzer rum auf den Parkflächen, mit einem pfeifenden Mann darin. Das ist das Signal für die paar Museumshunde - Futter gibts!!
Heute gibt es wenige Kilometer. Bereits nach 25km sind wir in Nafpilo. Einkaufen und ein Monument besichtigen, dass zum einen an das Löwendenkmal in Luzern erinnert und zum andern auch an König Ludwig II von Bayern 🙂.
Die Stadt versprüht eine entspannte und gemütliche Atmosphäre. Kein Lärm, keine Hektik, kein Gehupe. Zahlreiche Cafés und Restaurants laden zum Verweilen ein, und der Wochenmarkt begeistert mit einer großen Auswahl an frischem Gemüse, Obst und Fisch.