03 - 🇫🇷 und 🇧🇪 Immer noch im Norden

Veröffentlicht am 17. Oktober 2026 um 19:54

Monthermé heisst das nächste Etappenziel. Vielleicht können wir dort entlang der Maas 🏞️ eine Radtour machen. Die Fahrt ist abwechslungsreich und führt uns entlang riesengrosser Felder Richtung Atlantik. Belgien durchfahren wir im südlichsten Teil. In Monthermé stehen wir direkt an der Maas. Dir Übernachtung kostet 6.10€, bezahlt wird in der Capitanerie. Am Morgen freuen wir uns auf eine ausgiebige Dusche. Die nette Dame sitzt leider unmittelbar vor den Duschen und so wird's doch nicht ganz soooo ausgiebig 🤭🫣.

Am nächsten Morgen zeigt sich das Wetter trüb und regnerisch, die Radtour ist gestrichen und Kater Milo fällt sofort in den Chill - Fahrmodus 😎.

 

Die D1029 von San Quentin Richtung Amiens ist tatsächlich EINE GERADE!!  😬

Auf dem Weg Richtung Westen bessert das Wetter und wir genießen die vorbeiziehende Landschaft.

Unser Schlafplatz ist an der Somme, etwas höher gelegen und bietet einen wunderbaren Ausblick. Wir stehen alleine im "fast nirgendwo" und geniessen unsere Freiheiten. Hinter uns ein Camp Cäsars, und es gab hier bestimmt eine der Prügeleien aus Asterix und Obelix 💪🏻.

 

 

Der Wind bläst ziemlich zügig - ein Selfie Versuch lässt uns Tränen lachen und die Aussenküche bleibt heute kalt. Es gibt Eierspeise (🇦🇹) bzw. Omelett (🇨🇭).

Der dicke Nebel am Morgen lädt nicht zur Eile ein, wir gehen den Tag ruhig an 😎.

Kurz vor Mittag brechen wir auf und die nächsten Motive laufen Gerlinde buchstäblich vor die Kamera. Mit dem Hausboot in den Kanälen rum schippern wäre auch mal was 🙃☝🏻.

Nach kurzer Wieterfahrt sehen wir aus der Ferne einen auffälligen Turm. Google sagt es handelt sich um ein Kriegs-Denkmal und Soldatenfriedhof der Australier.  Trotz eigentlicher "Themen"-Pause macht uns dieser Turm neugierig. 

Die Anlage ist grosszügig angelegt und strahlt Ruhe aus. Wir schlendern durch den Park und gehen im Turm ganz nach oben. Schlicht und trotzdem sehr eindrucksvoll.

Von oben sehen wir ein Gebäude, dass uns vorher noch gar nicht aufgefallen ist. Beim Betreten sind wir total überwältigt oder auf NeuDeutsch "geflasht".  Wir sind im Sir John Monash Centre welches ein top modernes, multimediales und interaktives Besucherzentrum ist und dieses erzählt die Geschichte der australischen Truppen an der Westfront mithilfe einer App und Kopfhörern. Wir sind massiv beeindruckt von der Qualität der Multimedia-Präsentationen und der Aufmachung des Centers. Das Ganze ist so gestaltet, dass der Besucher durch Briefe, Tagebücher und maßstabsgetreue Bilder die Erfahrungen ganz normaler Australier besser verstehen kann. Der Besuch im Sir John Monash Centre ist ein bewegendes Erlebnis, das bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Aus dem vorgesehen Kurzbesuch ist nun doch ein fast zweistündiger Aufenthalt geworden. Nun gehts aber weiter nach Le Crotoy. Direkt an der Lagune finden wir eine Stellplatz an der Lagune. Wir wandern die rund zwei Kilometer in die Stadt und bestellen in einem Strandcafé ein gutes Bier🍻. 

Zurück am LKW ist hinter uns reges Treiben. Beladene Hand- und Schubkarren werden von Männern in Tarnkbekleidung in die Lagune gezogen. Martin hat einer der Männer gefragt was sie hier machen und siehe da, es sind Entenjänger. Mit echten Lockenten bewafffnet harren sie in selbstgebauten Unterstände aus und warten bis ihnen eine angelockte Ente vor die Flinte schwimmt. Die Unterkünfte sollen zwar gemütlich sein, Gerlinde meinte jedoch, der Unimog ist sicher trockener und wärmer......  😅.

Eine kurze Fahrt bis nach Mers-les-Bais wo wir das erste Mal die bekannten Steilküsten besuchen möchten. Besonders bekannt ist Mers-les-Bains für seine prachtvollen, farbenfrohen Villen aus der Belle Époque, die entlang der Strandpromenade stehen und dem Ort ein unverwechselbares historisches Flair verleihen. Der breite Kiesstrand, die eindrucksvollen Kreidefelsen und die frische Meeresluft machen den Ort zu einem beliebten Ziel.

Auf dem Marktplatz wollen wir ein Bierchen geniesen um dann das  Angebot des Tages zu sehen: Muscheln und PommesFrites -- man könnte Nein sagen aber JA schmeckt deutlich besser 😂 🤣!

Unsere zwei Mitreisenden, 🐕 & 🐈 scheinen uns nicht vemisst zu haben 🤔.

Die Nacht verbringen wir auf einem kleinen Parkplatz unweit der Steilküste. Versteckt im Tal der Steilküste haben wir auch kein Telefon-Signal 🤗.

Am nächsten Morgen bestaunen wir die Ebbe. Der Unterschied von 7Metern ist schon recht beträchtlich. Etwas überrascht sind wir vom Besuch 3er uniformierter Polizisten incl Schutzweste die sich auch die Ebbe ansehen 😇 🙃.

Die Fahrt geht weiter Richtung LeHavre. Wir unterbrechen kurz für einen Einkauf und finden zufälligerweise auch noch eine freie Waschmaschine auf dem Parkplatz. Waschen war die nächsten Tage ohnehin am Plan, so ein glücklicher Zufall 😁.

Beim Cap Fagnet oberhalb der Ortschaft Fécamp kochen wir und Gerlinde macht noch Fotos von der Steilküste mit den wenigen Sonnenstrahlen vom heutigen Tag. Vom Radar "Mammut" sieht man leider nur noch 3 Betonfundamente (Bild Radar ist aus Wikipedia).